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...nicht verblenden lassen
• • • • •   (bewertet mit 2 von 5 Punkten)

Wieder mal ein Versuch einen Bestseller zu lesen. Bei diesem Buch war ich etwas vorsichtig, so habe ich mir nur den ersten Band ausgeliehen.
"Den hast Du noch nicht gelesen? Musst Du unbedingt, total Klasse" Nunja.
Nach dem Buch will ich das zweite gar nicht mehr lesen - den Film schau ich mir noch an, weil der hoffentlich etliches wegläßt.
Doch zurück zum Buch....
Sprache/Stil:

Larsson sein Stil ist sehr Journalistisch geprägt, emotionen sind kaum zu bemerken, Fakten werden gezeigt und Aktionen geschildert.
Dabei bewegt er sich auf einer sehr einfachen Sprache, die aber sehr gut zu lesen ist, tiefsinnig wird es kaum, jedes Mickey Maus Buch hat mehr philosophische Momente als er.
Aber es ist ja auch ein Thriller, bzw. "Das Beste was Schweden zu bieten hat".
Was nervt sind diverse Produktplacements, sowie solche Sätze wie: "Dann schmierte er sich ein Brot mit Leberwurst und trank Kaffee" und das nachdem Lisbeth ihren Peiniger tätowierte.
Überhaupt was wird hier Kaffee getrunken und belegte Brote verzehrt, alleine mit Weglassen dieser Passagen hätte Larsson mindestens 50 Seiten gespart.
Die Spannung wird dadurch manchmal recht abgebrochen und zerstört.
Viele Krimi/Thriller Autoren können das besser

Die Charaktere:

Der einzige nennenswerte Charakter der auch diesen Namen verdient ist Libeth Sander - hier hat Larsson wirklich etwas eigenständiges geschaffen, was es so in der Art noch nicht gab.
Alle anderen mitspielenden sind recht platt und sehr naiv und Klischeehaft dargestellt. Selbst Mikael wirkt recht unbeholfen in dem Plot.
Auch erfährt man - außer von Libeth - nichts persönliches von den Personen. Mikael hat eine Tochter, aber auch diese Begegnung dient nur damit die geschichte weitergeht..

Die Geschichte:

Ist teilweise recht nett beschrieben und aufgebaut, aber Larsson passieren auch viele handwerkliche Fehler.
Ein Mord an einer Frau wird einem falschen Bibelzitat zugeordnet, man weiß was er meint, aber ist doch irritiert.
Mikael kommt durch seine Tochter auf den richtigen Weg, die mit einem kurzen Blick auf Handschriftliche Notizen, sofort auf die Lösung kommt.
Das haben 37 Jahre lang alle Ermittler nicht geschafft, aber sie schafft es, was vollkommen aus der Luft gegriffen ist.
Nach der Auflösung zieht sich das Buch noch knapp 120 Seiten hin um Larsson seine Wirtschaftsjournalistische Wut ausleben zu lassen.
Alles sehr durchsichtig und platt erzählt.
Spannung ist anders.

Was soll ich sagen - ein mittelmäßiger Thriller mit einem geschwätzigen Autor, der vom Verlag hochgehypt wurde.
Auch der Titel "Verblendung" hat mich nicht verblendet und ist dem Aufreisserischen Bestsellergehabe geschuldet.
Besser war doch der Originaltitel: "Männer die Frauen hassen"

Teil 2 und 3 spare ich mir!
Eine Rezension von Ralf Reitze > Bingen Deutschland
vom 16. Juli 2010
Kundenrezensionen:
524. Genial
523. Schockierende Familiengeschichte als Symptom einer zerfallenden Gesellschaft
522. Wirklich schade
521. ...nicht verblenden lassen (die aktuell angezeigte Rezension)
520. 300 Seiten zuviel!!
519. Spannung pur!
518. Verbledung
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Siehe auch folgende Artikel:
Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2Verdammnis (2): Roman: Millennium Trilogie 2
Vergebung (3): Roman: Millennium Trilogie 3
Verblendung von Michael Nyqvist, Noomi Rapace, und Lena Endre (in DVD & Blu-ray)
Verblendung [Blu-ray] von Noomi Rapace, Sven-Bertil Taube, Peter Haber, und Lena Endre (in DVD & Blu-ray)
Vergebung von Michael Nyqvist und Noomi Rapace (in DVD & Blu-ray)
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